Nassauer SPD besucht die Landeshauptstadt Mainz

Einmal auf dem Stuhl von Ministerpräsidentin Malu Dreyer Platz nehmen. Dieser Wunsch ging für Mitglieder und Freunde der Nassauer SPD in Erfüllung. Bei ihrem Besuch im rheinland-pfälzischen Landtag durften die Nassauer die komplette Regierungsbank besetzen. Jedes Jahr erhalten rund 30.000 Rheinland-Pfälzer diese Gelegenheit, darunter viele Schulklassen. Tatsächlich jedoch tagt der Landtag seit zwei Jahren provisorisch im Steinsaal des Landesmuseums. Der traditionelle Sitz, das Deutschhaus, wird derzeit grundlegend saniert. In dem historischen Gebäude wurde 1793 die „Mainzer Republik“ ausgerufen, die als erste Demokratie auf deutschem Boden gilt. Die laufenden Bauarbeiten am Deutschhaus brachten alte römische Mauern und Münzen zum Vorschein, sichtbare Zeichen, dass das Landesparlament auf historischem Grund errichtet ist.

Die Besucher von der Lahn hielten sich auf Einladung des Abgeordneten Jörg Denninghoff, der 2016 im Wahlkreis Diez/Nassau das Direktmandat errungen hat, und des SPD-Vorsitzenden Manuel Liguori in der Landeshauptstadt auf. Wie Jörg Denninghoff den Freunden aus dem Nassauer Land erzählte, sieht er eine seiner Hauptaufgaben darin, als Abgeordneter in Mainz für seinen Wahlkreis tätig zu sein. Denninghoff konnte stolz berichten, dass Exponate aus dem geräumten Steinsaal des Landesmuseums derzeit im Römerkastell in Pohl zu besichtigen sind. Der Abgeordnete hatte diesen Kontakt in seinen Wahlkreis hergestellt. Neben dem Parlament zeigte Denninghoff der Delegation aus der Heimat die Abgeordnetenbüros und Sitzungsräume, in denen die Fraktionen tagen.

Die Nassauer erfuhren bei der Gelegenheit, dass jeder der 101 Abgeordneten im Mainzer Landtag durchschnittlich an die 40.000 Bürgerinnen und Bürger vertritt und in mehreren Ausschüssen tätig ist. Der heimische Abgeordnete Denninghoff ist beispielsweise ordentliches Mitglied im Ausschuss für Medien, Digitale Infrastruktur und Netzpolitik, im Petitionsausschuss, im Rechtsausschuss und in der Strafvollzugskommission. Zudem ist er stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Bildung. Das Landtagsplenum, so Denninghoff, tagt öffentlich und es gibt von jeder Sitzung einen Livestream, der auch über ein Archiv abrufbar ist.

Die Besucher von der Lahn dankten Jörg Denninghoff für die lehrreichen Informationen aus dem Arbeitsalltag des Landesparlaments und seiner Abgeordneten. Sie genossen besonders die Zeit auf der Regierungsbank, ist es doch lange her, dass die „Nassauer“ in Mainz wichtige Posten besetzten. Denn immerhin stellte man einst Erzbischöfe und Kurfürsten in der Domstadt.