Eine gepflegte Stadt sollte das A und O sein

Der Werbering hatte nach einer Begehung die jahrelang vernachlässigte und inkonsequente Pflege der städtischen Pfanzbeete und Grünflächen festgestellt. Das war natürlich zuvor auch den Bürgern und Gästen bereits negativ ins Auge gefallen. Der Werbering hatte an diesem Samstag im Rahmen seiner Initiative „Nassau blüht auf!“ zu einem Aktionstag aufgerufen, um dem weiteren Wildwuchs Einhalt zu gebieten. Die SPD hat sich den Oranienplatz vorgenommen und gemeinsam mit Eltern und Kindern zu Schere und Hacke gegriffen. Am Schluss lagen Berge von Unkraut und Grünschnitt auf dem Platz. Für manche einst teuer gepflanzte Rose und Staude kam jedoch die Rettung zu spät.

Zu Beginn ist die Pflegekolonne noch überschaubar. Im Laufe des Nachmittags kamen immer mehr fleißige Helfer zusammen. Groß und klein packten kräftig an, um den Pflanzen wieder Licht und Luft zum Leben zu verschaffen.

Das schönste an dem Einsatz war das fröhliche Zusammenarbeiten aller Altersgruppen. Im Laufe des Nachmittags gesellten sich immer mehr fleißige Helfer dazu, Anwohner spendierten Salate und Kuchen zur Stärkung, und Maike Proff vom Werbering hatte Brötchen und Fleischwurst als Proviant mitgebracht. Etwas zu wenig, wie sich herausstellte, aber der Nachschub aus der heimischen Metzgerei war schnell beschafft. Resolut griff die Spitzen-Floristin Maike Proff selbst zur Schere und begeisterte die weniger geübten Helfer, ihren Oranienplatz mit zu verschönern.

Manuel Liguori, der den Kontakt zu den Eltern und zu den Initiatoren vom Werbering hergestellt und den Einsatz perfekt geplant hatte, konnte noch zwei erfreuliche Neuigkeiten überbringen. In den nächsten Tagen erhält der Platz einen Fahrradständer, der gestiftet wurde, und er habe bereits Gespräche geführt, dass eine neue Rutsche angeschafft werden kann, die ebenfalls mit Spenden finanziert werden soll. „Diese tolle Aktion ist der krönende Abschluss meiner Bürgerbegegnungen in den letzten Wochen, in denen ich so viel Aufmerksamkeit und Zuspruch erfahren habe“, zeigte sich Manuel Liguori am Ende des Tages dankbar.