Liguori stellt sich der Kandidatenbefragung – Wende zum Positiven für die Stadt ist möglich

Nassau braucht dringend eine Wende zum Positiven. Das wurde bei der Vorstellung der Bürgermeisterkandidaten im Günter-Leifheit-Kulturhaus von allen Seiten betont. Die Wende zum Positiven ist ganz klar mit Manuel Liguori als Stadtbürgermeister zu erreichen. Nassau hat jetzt die Chance, einen klugen, unverbrauchten und engagierten Mann an die Spitze zu wählen, der sich ernsthaft mit den Problemen der Stadt auseinandersetzt und gute Lösungen anstrebt.

Ein dickes Lob für die Bürger und Betriebe kam von Manuel Liguori, als er nach den Finanzen der Stadt gefragt wurde. Sind wir der „arme Mann“ des Rhein-Lahn-Kreises, fragte er. Er wies dies selbst zurück: „Nassau kann auf seine Wirtschaftskraft stolz sein. Bürger und Betriebe bringen immer mehr Einnahmen in die Kasse der Stadt“. So sind die Einnahmen in den letzten Jahren um fast 1,5 Mio. Euro gestiegen, die Steuerkraft ist weit höher als in Nachbarstädten. Seine klare Ansage: Es muss mehr von dem, was wir erwirtschaften, in unserer Kasse bleiben. Und ohne Haushatskonsolidierungskonzept für die nächsten fünf Jahre soll es mit ihm keinen Haushalt mehr geben.

Ein Bekenntnis zur Einkaufstadt Nassau war ebenfalls von dem Bürgermeisterkandidaten zu hören. Er erinnerte daran: „Lidl und ein Drogeriemarkt sind an Nassau interessiert, wenn ein geeignetes Grundstück gefunden wird“. Liguori begrüßte die Initiativen des Werberings zur Stadtbildverschönerung. Im Gegensatz zu anderweitigen Äußerungen stellte er nicht in Frage, dass die Stärke des städtischen Bauhofs erhalten bleiben muss. „Alles privatisieren und verkaufen zu wollen, löst kein Problem und macht nichts besser“, so seine klare Aussage. Vielerorts habe das sich schon als „Holzweg“ herausgestellt.

Liguori fordert die Umlagen, welche die Stadt zahlt, zu senken. Hier spricht er mit dem Vorsitzenden der Kreistagsfraktion, Carsten Göller. Die Kreisumlage hat sich letztens schon nach unten bewegt. Auch das Thema Privatisierung kam zur Sprache. „Es war ein Holzweg, die Reinigung und das Abfallwirtschaftszentrum fremd zu vergeben. Wir holen das wieder zurück“, teilte Göller Erfahrungen mit, die oft zu hören sind.

Am Engagement für Bergnassau-Scheuern lies Manuel Liguori bei der Kandidatenbefragung keinen Zweifel aufkommen. „Wir gehören zu einer Stadt, aber der Ortsteil ist in den letzten Jahren schlecht weggekommen“, stellte er fest. Wo bleiben die Ergebnisse der Dorfmoderation, die Ende des letzten Jahres vorliegen sollte, fragte er. Immerhin konnte er auf die Frage von Eva Schaefer aus Scheuern mitteilen, dass im Haushalt der Stadt Planungsmittel für die Alte Schule und den Dorfplatz stehen. Mit ihm an der Spitze gäbe es keinen weiteren Aufschub.